Teilungsversteigerung vermeiden: Strategien bei geerbten Immobilien
Mehrere Erben, ein Haus: Diese Situation führt oft zu Konflikten. Ein Geschwisterteil möchte das Elternhaus behalten, die anderen wollen verkaufen. Oder alle sind sich uneinig über den Preis. Dann droht schnell die Teilungsversteigerung.
Diese Zwangsversteigerung hat schmerzhafte Folgen für alle Beteiligten. Der Erlös beim Versteigerungstermin liegt meist 30 bis 50 Prozent unter dem Marktwert. Die Verfahrenskosten können bei einem Haus im Wert von 400.000 Euro schnell 8.000 bis 12.000 Euro erreichen. Das gesamte Verfahren vom Antrag bis zum Zuschlag zieht sich über 12 bis 18 Monate hin.
Gerade wenn die Nachlassimmobilie in der Familie bleiben soll, ist die Teilungsversteigerung der schlechteste Weg. Als Fachanwältin für Erbrecht begleite ich täglich Erbengemeinschaften durch solche Konflikte. Ich zeige Ihnen in diesem Beitrag, wie Sie eine Teilungsversteigerung vermeiden können und welche Strategien wirklich funktionieren.